Akupunktur (TCM)

Traditionell Chinesische Medizin Therapie TCM Naturheilpraxis Nordfriesland

Entdeckung:

vor über 2000 Jahren, im alte China, wurde schon akupunktiert. In Europa ist diese Technik vereinzelt seit Anfang ca.1920 bekannt.

Methode:

Akupunktur, Moxibustion, Ernährung, Bewegung, Arzneimittel

Indikation:

Hauptsächlich Schmerztherapie, Asthma, Allergien, Augenerkrankungen...

Um den Einsatzbereich der traditionell chinesischen Medizin mit dem Schwerpunkt der Akupunktur deutlich zu machen, macht es Sinn verschiedene Kategorien zu beschreiben. Lesen sie dazu einen kurzen Überblick im nächsten Abschnitt.

Erkrankungen des Verdauungstraktes:

  • Gastritis
  • Völlegefühl
  • Sodbrennen
  • Nahrungsmittelallergien
  • Verdauungsbeschwerden
  • Magen-Darmbeschwerden

Erkrankungen des Bewegungsapparates:

  • Gelenkschmerzen
  • Tennisellenbogen
  • Ischiasschmerzen
  • Schulterschmerzen
  • Karpaltunnelsyndrom
  • HWS-BWS-LWS-Syndrom

Erkrankungen der Atemwege:

  • Asthma
  • Allergien
  • Bronchitis
  • Heuschnupfen
  • Infektanfälligkeiten
  • Nebenhöhlenentzündung

Urologische Erkrankungen:

  • Ödeme
  • Steinleiden
  • Blasenentzündung
  • Nierenfunktionsstörung

Schmerzzustände:

  • Migräne
  • Gürtelrose
  • allg. Kopfschmerzen
  • Trigeminusneuralgie

Erkrankungen der Haut:

  • Ekzeme
  • Rosazea
  • Nesselsucht
  • Neurodermitis

Herz-Kreislauf-Erkrankungen:

  • Herzrasen
  • Bluthochdruck
  • niedriger Blutdruck
  • funktionelle Beschwerden

Hormonell bedingte Erkrankungen:

  • Klimakterium
  • Regelbeschwerden
  • Hyperthyreose
  • Hypothyreose

Neurologische Erkrankungen:

  • Schwindel
  • Schlafstörungen
  • Erschöpfungszustand
  • Lähmungserscheinung

Traditionell Chinesische Medizin Therapie TCM Naturheilpraxis Nordfriesland

Was ist Akupunktur?

Die Reizung von Akupunkturpunkten ist wohl die älteste und am weitesten verbreitete Heilmethode der Welt. Durch Einstiche mit Nadeln an genau festgelegten Punkten der Haut, können Störungen im Körperinneren geheilt oder gelindert werden.

Diese Akupunkturpunkte liegen alle auf Leitlinien, die man als Meridiane bezeichnet. Ähnlich wie ein Tunnelsystem in einer U-Bahn. In ihnen fließt nach altchinesischer Auffassung die sogenannte Lebensenergie „Qi“ mit ihren Anteilen YIN und YANG. Diese beiden lebenserhaltenden Kräfte sind im Körper gleichzeitig wirksam. Ihr völliges Gleichgewicht im Organismus stellt den idealen Gesundheitszustand dar. Ein Ungleichgewicht führt auf Dauer zu Krankheit.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, auf Akupunkturpunkte einzuwirken. Sticht man Nadeln in sie ein, so bezeichnet man dies als Akupunktur, außerdem kann man sie auch durch Wärme (Moxibustion) oder auch durch Druck mit dem Finger oder mit einem Stift (Akupressur) reizen. Akupunkturpunkte werden ausserdem mit kleinen Stromimpulsen gereizt (Elektroakupunktur). Empfindliche Punkte werden exakt lokalisiert und genadelt. Eine hocheffektive Methode in der Schmerztherapie.

Moxibustion stammt aus dem kalten Norden Chinas und wird meist als Ergänzung zur Akupunktur angewandt. Durch das Abbrennen von Beifuß über den Akupunkturpunkten werden diese gezielt erwärmt, um die Durchblutung zu fördern, Schmerz und Schwellungen zu lindern. Dabei wird die Wirkung der Akupunktur verstärkt. 

Elektroakupunktur ist eine moderne Ergänzung der traditionell chinesischen Medizin speziell der Akupunktur. Die gesetzten Nadeln werden mit Stromimpulsen gereizt. Das wirkt wie ein Verstärker einer Stereoanlage. Die Musik spielt, dann wird sie laut abgespielt und besser verstanden. Wenn dieser Impuls benötigt wird, ist er sinnvoll.

Betrachtet man auf einer Akupunkturtafel die Akupunktur-Leitbahnen, wird verständlich, dass z.B. Fernpunkte bei einem Schmerzgeschehen eine Rolle spielen können. Denn häufig muss der Therapeut energetisch den gesamten Meridian als Funktionskreis stabilisieren, um wirkungsvoll behandeln zu können.

Empfindliche Punkte werden exakt lokalisiert und genagelt. Eine hocheffektive Methode in der Schmerztherapie.

Wie wird akupunktiert?

Das Einstechen der dünnen Akupunkturnadeln verursacht einen kaum spürbaren Schmerz. Manche Menschen erschrecken bei dem Gedanken, daß Nadeln in ihre Haut eingestochen werden sollen. Wir verwenden sehr feine Nadeln, daher ist eine Akupunkturbehandlung gut zu ertragen. Auch Kinder ab ca. 6 Jahren können mit Akupunktur behandelt werden. Dafür verwendet man spezielle, ganz besonders dünne Nadeln. Bei noch jüngeren Kindern können kleine Magnete angebracht werden, die bestimmte Punkte stimmulieren. Allerdings ist bei den kleinen Patienten eine homöopathische Behandlung wahrscheinlicher.

Sowohl die Ohr- als auch die Körperakupunktur sind sehr wirkungsvolle Behandlungsformen der traditionell chinesischen Medizin. Wenn sie von geschulten Therapeuten durchgeführt werden, sind keine Risiken und Nebenwirkungen zu erwarten.

Wie kann Akupunktur überhaupt wirken?

Die Wirkung der Nadeln beruht zum Teil auf einem Trick, den die Natur in unser Sinnessystem "eingebaut" hat. Das zentrale Nervensystem kann nämlich nur einwandfrei funktionieren, so lange es Reize bewertet und sortiert. Nicht jeder Sinneseindruck ist so wichtig, dass er uns bewusst werden müsste. 
Deshalb wertet das Gehirn jedes eingehende Signal aus. Wann ist es eingetroffen? Von wo kommt es? Gibt es andere Reize, die für das Überleben des Menschen gerade wichtiger sind? Für das behandeln verschiedener Schmerzsituationen, können die folgenden Erklärungen hilfreich sein.

Jeder kennt die Geschichten von Menschen, denen ein Finger oder andere Unfälle widerfahren sind und die es trotzdem noch bis zum Krankenhaus schafften - wohlgemerkt, ohne Schmerzen zu spüren - und erst dort zusammenbrachen. Das Gehirn blockiert die Schmerzempfindung, bis das Leben gerettet ist. 
Wer Zahnschmerzen hat und sich dann mit einem Hammer auf den Daumen schlägt, ist seine Schmerzen am Zahn für kurze Zeit los. Hier liegt die Konzentration beim Daumen, dieser hat dann Priorität. Die Schmerzlinderung durch Akupunktur funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip.

Nicht jeder Sinneseindruck ist so wichtig, dass er uns bewusst werden müsste.

Der Nadelreiz bedeutet für das Nervensystem auch Stress. Er nervt - und das Gehirn reagiert: Botenstoffe werden freigesetzt, unter anderem die so genannten Endorphine, die in ihrer Struktur Morphium ähneln und Schmerzen lindern können. Außerdem steigt der so genannte ACTH-Spiegel (adrenocorticotropes Hormon). ACTH ist ein Hormon, das in der Nebennierenrinde die Produktion von Cortison und ähnlichen entzündungshemmenden und damit schmerzlindernden Stoffen anregen kann. Auf diesem Prinzip beruht auch die Wirkung der Akupunktur bei Asthma und Allergien.

Heute weiß man außerdem, dass die Akupunkturpunkte vermehrte Nervenbündel aufzeigen, die Bezug zu den jeweiligen Strukturen und Organen haben.

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